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Informationen zum Thema Blindenführhunde


  

Auf diesen Seiten erhalten Sie in loser Folge

Informationen, Adressen und vieles mehr zum Thema Blindenführhund.


Geschichte der Blindenführhunde
Die Idee zur Ausbildung von Blindenführhunden entstand unter Anderem im „Verein für Sanitätshunde“. Bedingt durch die vielen Verletzten des ersten Weltkrieges begann das Bedürfnis nach Blindenhunden sprunghaft zu steigen, stiess aber erst 1918 im Kriegsministerium auf Resonanz.
Später, in der Weimarer Republik wurde die Ausbildung der Blindenführhunde vor allem in Privatinitiative betrieben. Neben einer „Initiative zur Beschaffung von Führhunden für Blinde“ war es vor allem der Verleger Heinrich Stalling als Vorsitzender des Vereins für Sanitätshunde, der sich hier hervortat.


Wann eignet sich ein Hund als Blindenführhund?
Blindenführhunde bedürfen besonderer Fähigkeiten um der zugedachten Aufgabe gerecht zu werden. So sucht ein Blindenführhund Treppen,Türen oder freie Sitzplätze, Zebrastreifen und Telefonzellen, Briefkästen und anderes mehr. Er zeigt das Gefundene an in dem er davor stehen bleibt. Blindenführhunde sind in der Lage sehbehinderte Menschen und blinde Menschen sicher durch ein Gebiet zu führen und dabei Hindernissen, wie zum Beispiel Strassenschilder oder Laternen, Hydranten oder Begrenzungen auszuweichen und den Menschen sicher darum herum zu führen.
Für ein gut ausgebildetes Führgespann sind also weder Treppen noch Strassen, parkende Autos oder Gullideckel ein Problem. Allerdings ist die Ausbildung eines Blindenführhundes noch viel weitreichender. Ein guter Blindenführhund ist nicht nur in der Lage Hindernisse zu umgehen die ihn selbst stören, sondern auch Hindernisse zu umgehen die in selbst nicht stören würde, also zum Beispiel Pfützen oder herabhängende Äste. Auch muss der Hund in der Lage sein in einem intelligenten Ungehorsam bei Gefahr im Strassenverkehr ggf. Befehle zu verweigern.

Der intelligente Ungehorsam stellt eine der wichtigsten Eigenschaften eines Blindenführhundes dar. Es ist kein eigentlicher Ungehorsam, sondern eher eine gut antrainierte Blockadehaltung des Führhundes um einen Befehl wie „Vorwärts“ in den fliessenden Strassenverkehr zu ignorieren. Diese antrainierte Protesthaltung stellt nur eine vorrübergehende Aussetzung der Rangfolge dar.

Ausgebildete Führhunde beherrschen üblicherweise etwa 40 Hörzeichen, bei intensiverer Ausbildung sogar bis zu 400!


Die Ausbildung zum Blindenführhund
Die Ausbildung eines Blindenfürhundes bedarf einer genauen Auswahl der passenden Hunde.
Die notwendigen Eigenschaften eines Blindenführhundes sind: 
nervenstark, wesensfest, intelligent, friedfertig, arbeitsbelastbar.
Ein gesunder Junghund mit diesen Wesenszügen bietet gute Voraussetzungen für die Ausbildung zum Blindenführhund oder Assistenzhund. Erste Eignungstest werden bereits im Welpenalter durchgeführt. Hierzu gibt es spezielle Welpentests die von erfahrenen Führhundetrainern im Alter von etwa acht Wochen beim Welpen durchgeführt werden.
Die positiv getesten Welpen kommen dann in eine Patenfamilie wo sie im ersten Lebensjahr sozialisiert werden. Diese Patenfamilien werden speziell zu diesem Zweck ausgesucht. In diesem ersten Jahr wird immer wieder Wert darauf gelegt den Hund mit unterschiedlichen Situationen zu konfrontieren und seine Nervenstärke zu testen. Beobachtet werden auch Ängstlichkeit und Jagdtrieb und das Verhalten gegenüber anderen Tieren und Menschen.


Welche Hunderassen kommen als Blindenhund in Frage?
Hinsichtlich der Rassen die in Frage kommen gibt es keine Beschränkung, lediglich ein erhöhtes Aggressionspotential muss beim Blindenführhund ausgeschlossen sein.
Bevorzugt werden oft die Rassen: Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Königspudel, Labrador Retriever und Riesenschnauzer. Aber auch Mischlinge kommen in Frage. Die Schulterhöhe eines Blindenführhundes sollte zwischen 50 und 65 cm liegen.


Wie lange dauert die Ausbildung zum Blindenführhund?
Diese Ausbildung kann bis zu 12 Monate dauern. Für die Ausbildung zum Blindenführund muss der Hund einen umfangreichen Gesundheitstest bestehen.


Übernimmt die Krankenkasse die Ausbildung zum Blindenführhund?
Die Ausbildung der Blindenführhunde werden von den Krankenkasen in Deutschland übernommen.


Informationen zu Assistenzhunde, Behindertenbegleithunde, Blindenhunde, Führhunde und Blindenführhunde finden Sie auf unseren Seiten Handicap ....hier

Adressen zum Thema Therapiehunde in Ihrer Stadt finden Sie ... hier

Die Übersicht der Hundethemen auf Hundeinfoportal finden Sie ....hier


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Betreff:
Blindenführhunde


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