Peta Studie
Leben vegetarisch ernährte Hunde wirklich länger und sind vegetarisch ernährte Hunde gesünder?
Ob ein Hund auf der Basis einer vegetarischen Ernährung ein gesundes Leben führen kann ist ein heiß umstrittenes Thema. Peta forderte deshalb Hundebesitzer welche ihre Hunde vegetarisch ernähren auf an Ihrer Studie teilzunehmen.
Die Daten von 300 vegetarisch ernährten Hunden wurden 1 Jahr lang erfasst.
Antworten zur Peta - Studie kamen aus 33 Staaten der USA und aus Kanada.
Von den 300 Hunden, die teilnahmen waren:
- 158 (52,7%) weiblich,
- 142 (47,3%) männlich.
Die meisten der Hunde waren kastriert oder sterilisiert (266 bzw. 88,7%),
und von den verbleibenden Hunden waren 22 männlich und 12 weiblich.
Das Alter reichte vom Junghund bis zum 19-jährigen Tier in folgender Staffelung:
bis 3 Jahre alte Hunde: 68 (22,7%)
4 - 6 Jahre alte Hunde: 74 (24,7%)
7 - 9 Jahre alte Hunde: 78 (24,7%)
10-12 Jahre alte Hunde: 36 (12,0%)
13-15 Jahre alte Hunde: 34 (11,3%)
16 Jahre und älter:: i10 i(03,3%)
Die Zahl der Mischlinge überwog mit 167 (55,7%) leicht gegenüber den reinrassigen Hunden mit 133 (44,3%).
Die Hunderassen reichten von Akitas, Yorkshire Terriern über eine größere Zahl an Terriern (22), Retrievern (22) und Beagles (7) bis hin zu Dobermännern (6). Davon lebten mehr Hunde vegan (196 bzw.65,3%) als vegetarisch (104 bzw. 34,7%).
Gesundheitsprofil: Resultate und Diskussion
Allgemeines:
Bei der Datenanalyse wurde bereits frühzeitig deutlich, dass es notwendig sein würde, die Unterschiede von Hunden mit "guter bis ausgezeichneter Gesundheit" gegenüber den übrigen herauszuarbeiten. Eine entsprechende Fragestellung tauchte zwar im Fragebogen nicht ausdrücklich auf, jedoch machten einige der Teilnehmer dazu freiwillige Angaben.
Andere, die Kommentare wie z.B.
"glückliches, aktives Verhalten, sehr glänzendes Fell, drahtig, energiegeladen" oder "wunderbares Fell und schöne Zähne, keine schlechten Gerüche, energiegeladen, gutes Gewicht" angegeben hatten, aber nicht ausdrücklich "gute bis ausgezeichnete Gesundheit" vermerkten, wurden in dieselbe Kategorie, nämlich "gute bis ausgezeichnete Gesundheit" eingereiht, weil der Ausschluss sonst nicht auf substantieller Basis, sondern auf rein sprachlicher erfolgt wäre.
Andere Hunde in dieser Kategorie waren solche mit geringen Gesundheitsproblemen wie Zahnstein, ganz gesunde Hunde ohne jegliche Gesundheitsprobleme, solche, die einen einmaligen Vorfall hatten wie "ungeklärter Anfall vor 3 Jahren" und schließlich Hunde, die einen Unfall erlitten hatten wie z.B. eine Vergiftung oder ein gebrochenes Bein aufgrund eines Autounfalls. Die Gesamtzahl der Hunde mit "gutem bis ausgezeichnetem Gesundheitszustand" lag bei 229 (76%).
Die folgende Tabelle illustriert die Verteilung von veganen und vegetarischen Hunden anhand der Zeitdauer ihrer fleischlosen Ernährung:
Dauer der Ernährung bis 2 Jahre 3-5 Jahre 6-8 Jahre über 9 Jahre vegan
94 (31,3%) 58 (19,3%) 12 (4,0%) 16 (5,3%) vegetarisch 67 (22,3%) 29 ( 9,7%) 15 (5,0%) 9 (3,0%) insgesamt 161 (53,7%) 87 (29,0%) 27 (9,0%) 25 (8,3%)
Es schien für einen Hund erheblich von Vorteil zu sein, wenn er einen größeren Teil seines Lebens vegan oder vegetarisch ernährt wurde.
Die folgenden Prozentsätze beziehen sich auf die Gesamtzahl der Tiere der genannten Untergruppe (z.B. lebenslang Vegetarier), die jeweils 100% entspricht. Diese Prozentsätze sind daher größer als die gesamte Studienpopulation.
Von den 12 lebenslangen Hunde - Vegetariern der Studie waren 100% bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit.
Von den 26 Hunden, die 90% ihres Lebens vegan oder vegetarisch gelebt hatten, waren 22 (84,6%) bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit.
Von den 65 Hunden, die 75% ihres Lebens vegan oder vegetarsich gelebt hatten, waren 53 (81,5%) bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit.
Von den 142 Hunden, die 50% ihres Lebens vegan oder vegetarisch gelebt hatten, waren 120 (84,5%) bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit.
Auch schien ein gesundheitlicher Vorteil der veganen Hunde gegenüber den vegetarischen zu bestehen:
82% der Hunde, die 5 Jahre oder länger vegan gelebt hatten, waren bei guter oder ausgezeichneter Gesundheit, während der Anteil bei vegetarischen Hunden mit 77% niedriger ausfiel.
Spezialfutter Nährstoffzusätze fanden ebenso Berücksichtigung, jedoch konnte aufgrund der Unmenge an verschiedenen Zusätzen in den unterschiedlichsten Kombinationen (Kräuter, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Öle, Knoblauch, Hefeflocken, unterschiedlichste Markenprodukte) kein einheitliches Muster herausgefiltert werden.
Hefeflocken und Knoblauch
Mit Hefeflocken und/oder Knoblauch gefütterte Hunde waren, wie diese Studie zeigte, jedoch offensichtlich gesünder und fitter.
Von den 125 Hunden, die mit Hefeflocken gefüttert wurden, befanden sich 102 (82%) bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit, bei den Hunden, die keineHefeflocken bekommen hatten, betrug der Anteil 72,6%.
Von den 84 Hunden, die Knoblauch essen, waren 70(83%) bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit, bei den Hunden, die kein Knoblauch essen, betrug der Anteil 80%. Hunde, die Knoblauch und Bierhefe bekommen, wiesen auch ein weitaus schöneres Fell auf als der Rest der Hunde dieser Studie. Es waren dies - gemessen an der Gesamtzahl - 44% der Hunde, die Hefe essen, 47,6% der Hunde, die Knoblauch bekommen, hingegen 22,8% der Hunde, die keine Hefe essen und 17,8% der Hunde, die kein Knoblauch bekommen.
Sojaprodukte
Das einzig besondere Futter von Bedeutung scheinen Sojaprodukte zu sein. Da alle kommerziell hergestellten Hundefutter Soja in irgendeiner Form enthalten, gab es nur sehr wenige Hunde, die ganz ohne Soja ernährt wurden, nämlich 39 (13%).
Diese Hunde, die ohne Sojaprodukte ernährt wurden, waren in weitaus besserem Gesundheitszustand als die anderen. 90% der Hunde mit sojafreier Ernährung (35) waren bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit, hingegen nur 74,3% der Hunde, die Soja erhielten.
Auch Hautreizungen traten bei Hunden, die kein Soja essen, weitaus seltener auf: nur 2 Hunde (5,1%) hatten Hautprobleme, hingegen 10,7% der Hunde, die Sojaprodukte essen. Hunde ohne Soja im Futter ernährten sich hauptsächlich von Körnern (Hafer, Reis, Brot und Nudeln), Hülsenfrüchten (Kichererbsen, Linsen, Spalterbsen und Bohnen), Gemüse, Kartoffeln und Sonnenblumenkernen.
Zusammenfassung
Eine Anzahl interessanter Hinweise ergaben sich aus dieser Studie und verdienen es, weiter verfolgt zu werden. Basierend auf den Statistiken und den Mustern dieser Studie legen die Ergebnisse folgendes nahe:
Je länger ein Hund vegan oder vegetarisch lebt, umso besser sind seine Chancen, bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit zu sein. Je länger ein Hund vegan oder vegetarisch lebt, umso geringer ist sein Risiko, eine Infektionskrankheit zu bekommen oder an Krebs oder Schilddrüsenunterfunktion zu erkranken.
Eine vegetarische Ernährung kann die Alkalinität des Hundeurins verstärken und so Harnwegsinfektionen fördern. Um diese zu verhindern, kann man Preiselbeerkapseln verabreichen.
Je länger ein vegan oder vegetarisch ernährter Hund ohne Zugabe der Aminosäuren L-Carnitin oder Taurin lebt, umso größer ist sein Risiko, an linksseitiger Herzerweiterung zu erkranken.
Eine vegane, also rein pflanzliche Ernährung ist eher zu empfehlen als eine vegetarische.
Hunde, die ohne Sojaprodukte ernährt werden, scheinen noch gesünder zu sein als solche, die auch Soja erhalten.
Hefeflocken und Knoblauch scheinen gut für die allgemeine Gesundheit der Hunde zu sein.
(ausführliche Studie siehe www.Peta.de)
Weitere Artikel zu Hunden in der Forschung finden Sie ....hier
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Betreff: Peta-Studie
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