Geschichte der Hundevereine
Der erste bekannte deutsche Hundeverein, so wird berichtet, soll der Weimaraner Klub mit Gründungssitz in Erfurt von 1897 sein. Dieser Verein legte als erster die Rassestandards fest und verpflichtete sich, diese sehr edlen Jagdhunde nur an Fachleute weiterzugeben. D
ieser Trend änderte sich im Lauf der Zeit, da die Jagd und damit auch der Bedarf an Jagdhunden zurück ging.
Eine vergleichbare Entwicklung ist gerade bei vielen der älteren Hundevereine festzustellen, da der Grund für die Entstehung des Vereines entfällt, bzw. durch die wirtschaftliche Betrachtung der Züchter nicht zu halten ist oder „verwässert“. So werden zwar auch in jüngerer Zeit immer wieder Vereine zur Erhaltung einer Rasse gegründet, aber nicht mehr mit der Auflage die Hunde nur an Fachleute abzugeben.
Dies würde auch in unserer Zeit wenig Sinn machen da viele Rassen nicht mehr für den eigentlichen Zuchtzweck eingesetzt werden können. So werden zwar z.B. Weimaraner noch häufig für die Jagd genutzt, aber nicht mehr in dem Umfang wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eher das Gegenteil ist der Fall, die Rasse wird mehr und mehr zum Modehund. Gleiches gilt für fast alle Jagdhunde oder Windhunde ( z.B. Whippet, Windspiel, Irischer Wolfshund ) wie für Zughunde ( z.B. Berhardiner oder Leonberger ).
Die beiden Weltkriege stoppten die Entwicklung der Vereine nachhaltig. Nicht nur das in beiden Kriegen viele der Züchter und Hunde starben, auf dem Schlachtfeld wie auch im Bombenhagel, sondern speziell nach dem zweiten Weltkrieg wurden von den Besatzern viele Hundestämme beschlagnahmt und in das jeweilige Land deportiert.
Auch das Naziregime hatte Auswirkungen auf die Vereine. So wurde die Delegierten Kommission von 1879 e.V. , der erste Hundeverband Deutschlands 1935 kurzerhand verboten. Bestimmte Rassen bevorzugt und Züchter fremdartiger Rassen drangsaliert.
Es brauchte viele Jahre konsequenter Zucht um die alte Population zu erreichen.