Deerhound - FCI Nr.164, Gr.10, Sek.2
Andere Namen: Schottischer Hirschhund, Scottish Deerhound
Widerrist:
Rüde 76 cm
Hündin 71 cm
Gewicht:
Rüde 38,5 - 46 kg
Hündin 30 - 36,5 kg
Mögliches Alter:
10 Jahre
Ursprungsland:
Großbritannien
Fell:
struppiges Aussehen,
Haarkleid
dicht, anliegend, zottig, harsch, wasserabweisend
Hals und Hinterhand
harsch, drahtig, 7-10 cm lang
Kopf, Brust, Bauch viel weicher
Fellfarben:
dunkles blaugrau,
dunkleres, helleres grau,
silbergrau,
gestromt wie gelb,
rotsandfarben,
rotbräunlich mit schwarzer Maske,Ohren,Läufen,Rute
Verwendung heute:
Familienhund, Begleithund, Jagdhund, Rennhund
Verwendung früher:
Jagdhund (Hirschjagd), Begleithund
Geschichte:
Die Rasse des Deerhounds ist über 1000 Jahre alt und wurde für
die
Hetzjagd auf die Hirsche eingesetzt.
Im Mittelalter diente der Deerhound dem schottischen Adel, als Begleithund.
Der Deerhound geht ebenso, wie die irischen Wolfshunde, auf die keltischen Windhunde zurück. Und er ist auch an der Rekonstruktion
der irischen Wolfshunde beteiligt.
Der berühmte schittische Dichter Sir Walter Scott (18.Jh.) verewigte die Deerhounds in seinen Gedichten.
Im 19. Jh. tat der berühmte Maler Landseer (nach dem die gleichnamige Hunderasse benannt ist) das selbe. Er malte die Deerhounds oft in seinen Bildern.
Nach dem Anfang des 19.Jh. das Gewehr verbessert wurde, ging die Aufgabe des Deerhounds somit verloren. Auch durch die Rohdung von Wäldern ging die Rasse stark zurück und es gab nur noch wenige
reinrassige Deerhounds.
Mit diesen Hunden wurde 1820 eine neue Zucht begonnen und somit die Rasse, durch die Brüder Archibald und Ducan M´Neill, wieder aufgebaut. Nach deren Tod führten andere begeisterte Züchter ihre Zucht weiter.
1886 wurde der britische Deerhound Club gegründet und legte den Rassestandard fest, der noch heute Gültigkeit hat.
Seid dem hat sich diese Rasse so gut wie nicht verändert.
Seid den 50er jahren wird in Großbritannien mit dem Deerhound auch die Hasenjagd betrieben.
Wobei diese Rasse auf ihre Kosten kommt, sie kann endlich wieder "arbeiten".
In den 20er und 30er Jahren kam der Deerhound nach Deutschland.
Aber erst seid den 70er Jahren erfreut er sich auch hier immer größer werdener Beliebtheit.
Erscheinungsbild:
Der Deerhound, ist ein Hund, der dem rauhaarigen Greyhound
sehr ähnlich sieht.
Verhalten und Charakter:
ruhig im Haus, sensibel,gehorsam, freundlich, ausgeglichen, sanft,
leicht erziehbar, sehr kinderlieb, unkompliziert,kräftig, ausdauernd,
schnell, niemals scheu, aggressiv oder misstrauisch, kein Kläffer,
würdevoll,
Haltung:
Der Deerhound ist eine leicht erziehbare Rasse, die auch für Anfänger geeignet ist.
Dennoch braucht er eine liebevolle und klare Erziehung.
Im Haus ist er ein ruhiger Geselle, draußen dafür ist er doch sehr temperamentvoll.
Da er ein "Windhund" ist braucht er eine Menge an Bewegung.
Er begleitet gerne Herrchen/ Frauchen beim joggen, oder läuft
auch begeistert neben Fahrrad und Pferd her.
Ideal wäre allerdings ein eingezäuntes Gelände wo er spielerisch jagen könnte. (wie z.B.beim Hundesport Coursing).
Pflege:
Die Fellpflege des Deerhound ist nur wenig zeitaufwendig.
Er sollte gelegentlich gründlich durchgebürstet werden.
Auch bei schlechtem Wetter bringt der Deerhound kaum
Schmutz mit hinein.
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